Paradigma und Paradigmenwechsel oder der Sprung ins Unbekannte?




Liebe Leserin, lieber Leser


Der Wind der Veränderung bläst stark. Gerade wieder wurden "härtere Massnahmen" zum Schutz der Bevölkerung getroffen. Vor einer Woche habe ich einen neuen Beitrag geschrieben, konnte diesen dann aber nicht veröffentlichen, weil ein Update nicht funktioniert hat. Und wie es so ist mit dem Ausdruck eines Themas in Worte, wird dieser sehr schnell vergänglich und passt dann je nach dem schon wieder nicht mehr so ganz. Oder die Schreiberin hat das Gefühl, dass der Ausdruck eines Themas nach einer Woche schon wieder neue Wortkleider benötigt.


Also wie weiter? Den Beitrag ganz neu schreiben oder einfach abändern?


Also ich versuche mal einen neuen Anfang zu schreiben. Vielleicht lässt sich dieser dann mit dem ursprünglichen Text verbinden.


Wie viele heranwachsende junge Menschen habe ich mich vielleicht so mit 17 Jahren plötzlich viel mehr mit Gesellschaftsstrukturen beschäftigt. Ich habe eine kaufmännische Lehre absolviert. Ohne zu ahnen, was mich erwartet. Was arbeiten heisst, wusste ich, da ich bereits als Kind arbeiten durfte. Aber es war halt mit Pferden und einer Leidenschaft verbunden. Also eigentlich die perfekte Kombination.


In der Schule habe ich mir sehr wenig Gedanken über die Berufswahl gemacht. Und habe sie auch nicht so ernst genommen. So bin ich in diese Lehre gerutscht und musste dann feststellen, dass ich kein grosses Interesse aufbringen konnte. Interessanterweise habe ich aber genau dann begonnen, mich zu fragen, warum ich überhaupt da bin. Ich habe mich auch gefragt, weshalb viele Menschen einer Arbeit nachgehen, die sie gar nicht erfüllt. Da habe ich angefangen, unser System zu hinterfragen. Das kennst Du vielleicht selber.


So bin ich dann voller Wissensdurst und Begeisterung in die Psychologie, Parapsychologie, Tarot und dann in die Astrologie eingetaucht. Und plötzlich haben sich mir ganz neue Welten eröffnet. In der Schule hatte ich diese Aha-Effekte praktisch nie.


So langsam aber sicher, konnte ich mir einen guten Ein- und Überblick in die menschliche Entwicklung verschaffen. Und ich bin sehr beeindruckt, wie wandelbar wir Menschen doch sind und fähig, uns immer wieder an neue Bedingungen anzupassen. Mir wurde auch bewusst, dass bei uns im Westen das Kapital mehr Wert hat als ein Menschenleben. Dass der Mensch darauf konditioniert worden ist, sich dem Kapital unterzuordnen. Und dass wir vor allem gemeint haben, dass diese Art von Leben zwingend ist.


Nach der sehr umfassenden Industrialisierung übernimmt nun die Digitalisierung das Zepter. Wir gehen nun ins digitale Zeitalter über, sagen uns viele Kapitalisten und Technokraten. Ein neues Paradigma wird aufgestellt.


Gegensätzlich zu dieser hoch technologischen Entwicklung, gibt es seit Beginn der Industrialisierung auch immer Denkerinnen und Denker, die vor einer Abhängigkeit von Maschinen und Automaten warnen. Die, die Folgen aufzeigen, wenn der Mensch sich zu sehr von der Natur entfernt.


Im sogenannten New Age Zeitalter sprechen Menschen aus ganz unterschiedlichen Kreisen von einem Paradigmenwechsel. Aber eher was Machtstrukturen anbelangt.


Seit Anfang Jahr ist der Paradigmenwechsel in aller Munde. Corona hat hier wohl noch den letzten Schubs gegeben.


Paradigma ist ein griechisches zusammengesetztes Wort und heisst "etwas im Vergleich mit ... zeigen. Bei uns wird Paradigma als Muster, Vorbild, Beispiel übersetzt.


Wir Menschen wachsen ja so auf, dass wir Vorbilder benötigen, an denen wir uns orientieren können. Das Baby und das Kleinkind sind auf Vorbilder angewiesen. Soweit so gut. Wir wurden nun aber soweit in ein Vorbild hinein erzogen, dass wir quasi Kopien von einem bereits vorhandenen Menschen geworden sind. So funktioniert unsere Erziehung wie auch unser Schulsystem. Die Eltern haben ganz bestimmte Vorstellungen und auch Vorbilder, wie ihre Kinder sein sollen. In der Schule gibt es dann einige wenige Schulfächer. Und dann gibt es ein paar wenige Lebensmuster (also bereits vorhandene). Hinzu kommt, dass wir alle einer ganz klaren gesellschaftlichen Hierarchie unterworfen sind, die eingebettet ist in eine Demokratie oder Diktatur, sehr selten noch in eine Monarchie.


Uff, kein Wunder können wir da jetzt plötzlich nicht mehr so gut atmen. Da geht einem einfach mal die Puste aus.


Durch die weltweite Krise werden nun sehr viele alte Strukturen aufgebrochen und es fallen sehr festgefahrene Konditionierungen weg. Das tut weh. Ist aber überfällig. Ich habe den Eindruck, dass wir mindestens 100 Jahre hinter dem Zeitgeist hinterherhinken.


Die Frage, die sich mir aber immer wieder stellt ist: wohin gehen wir? Und wenn man von einem Paradigmen-wechsel spricht, welches Paradigma kommt dann als nächstes?


Brauchen wir überhaupt ein neues Paradigma? Was denkst Du?


Ich glaube, wir erleben gerade einen so starken Wandel, der in dieser Form noch nie dagewesen ist. Es geht in etwas ganz Neues. Das Alte und alle Menschen, die das Alte noch festhalten wollen bauscht sich noch einmal auf wie ein Ballon. In diesem Ballon steckt aber das Neue schon drinn und wird jetzt ins Leben ausgeworfen.


Hier kommt mir ein Gleichnis vom Lehrer und Schüler in den Sinn: Der Lehrer fördert seinen Schüler, zeigt ihm anhand von Vergleichen und Beispielen Fertigkeiten. Bis irgendwann der Schüler etwas eigenes aus sich selber kreiert. Der Schüler hat das Wissen und die Erfahrung seines Lehrers mit seinen eigenen Erkenntnissen verbunden und vermischt. Und daraus entsteht dann etwas Neues, das es vorher noch nicht gegeben hat. Wenn der Lehrer wirklich ein guter Lehrer ist, dann wird er nun zum Schüler und sein Schüler wird zum Lehrer. Dieses Prinzip ist glaube ich eines der Urprinzipien. Und daraus entstehen immer wieder neue Formen. Das ist die Vielfalt des Lebens.


Diesem Prinzip hat der Mensch sehr, sehr lange Zeit keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt. Im Gegenteil, der Mensch hat genau dieses Naturprinzip unterdrückt. Es wurde Wissen in uns hineingeprügelt. Es gab nicht mehrere mögliche Antworten, sondern nur richtig oder falsch. Aber wie bei allem Lebendigen, gibt es auch hier immer einen Ausgleich. Wir können diese Ordnung nicht zerstören. Zum Glück.


Jetzt kommt eine Zeit der Geburt. Also atmen wir gut durch. Es wird sicher manchmal turbulent und anstrengend. Aber es ist ein Abenteuer. Und wir sind mittendrinn. Und wir dürfen einfach mal ganz langsam in was Neues rein, ohne es gleich in ein "System" zu drücken. Ohne es zu organisieren. Vieles wächst einfach von ganz alleine, wenn man es lässt. Also lassen wir uns doch wachsen und schauen in uns hinein, weil auch dort neue Welten sich in deiner Phantasie entfalten.


Das Heilmittel heute ist ein Zitat von Mahatma Ghandi, das mich immer wieder berührt.


"Be the change that you wish to see in the world".


In diesem Sinne wünsche ich Euch ein Lachen im Herzen. Gebt nicht auf. Wir sind alle hier, um diesen Wandel liebevoll zu unterstützen.


In lieber Umarmung

Sue















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